Die Seebären in Schleswig-Holstein. Nach knapp 1500 Tagen Teamgeschichte verschlug es uns am 18./19. Februar erstmals nach Itzehoe. Die Wasser-Wanderer organisierten dort den 1. Itzehoer Indoor-Cup und lösten ihre Aufgabe meisterlich. Insgesamt 20 Teams fanden den Weg in die örtliche Schwimmhalle. Nach einer ziemlich kurzen und heißen Nacht im Clubhaus der Wasser-Wanderer kamen wir als eines der letzten Teams an, fanden aber einen sehr schönen Teamplatz direkt neben der Wasserrutsche und in einem Strandkorb - purer Luxus.

Die zahlreichen Firmenteams bekamen beim TC-Meeting noch einmal grundlegende Sachen erklärt und durften sich beim Demonstrationsrennen noch einmal anschauen, wie so ein Indoor-Rennen eigentlich aussieht. Viele angereiste Mannschaften nutzten den Cup um mit Kollegen oder alten Bekannten mal etwas Neues auszuprobieren. Dies machte die Veranstaltung insgesamt sehr familiär und freundschaftlich, da man untereinander schnell ins Gespräch kam und Kontakte knüpfen konnte. Noch bevor es richtig los ging wurden Friedi und Steven dann direkt vom Männerturnverein in Badehosen verpflichtet und konnten dort aushelfen. Als einziges Team des Tages fuhr dieses Team mit nur zwei Männern, dafür aber mit sechs Frauen. Trotzdem gelang sogar ein Sieg, was für ausgelöste Stimmung sorgte.

Auch bei uns Seebären war die Stimmung super, denn die ersten drei Rennen in der Gruppe konnten eindeutig gewonnen werden. Nach einem Auftaktsieg gegen die Jungen Wilden (18sec) folgten zwei kurze Siege gegen die Druckfrischen (9sec) und die DLRG (7sec). In der Finalrunde bekamen wir es dann mit den Flohkillern II zu tun, dem Veterinäramt aus Kiel. Diese waren das Sechstbeste Team der gesamten Gruppenphase und durften damit nicht unterschätzt werden. Nach knapp 9 Sekunden konnten wir jedoch auch dieses Rennen gewinnen und ins Halbfinale einziehen. Hier wartete die Kanugruppe Wilster auf uns. Laut Platzierung aus den Vorläufen trafen hier die beiden besten Teams aufeinander. So dauerte es auch knapp 24 Sekunden bis dieses Rennen einen Sieger fand, am Ende setzte sich unsere kompaktere Frequenz durch, auch wenn die KGW Racer uns das Leben ziemlich schwer machten.

Im Finale sollte diesem Wettkampf die Krone aufgesetzt werden: Gegner waren die Nobodies aus Hamburg, ein Team mit etlichen Sportstudenten. Nach 18 Sekunden war das Finale vorbei und Sieger waren die Nobodies. Für viele Zuschauer etwas überraschend, aber am Ende doch verdient, da die Hamburger einfach wesentlich kräftiger waren als wir. Über den zweiten Platz konnten wir uns aber genauso freuen und so haben wir für 2013 wenigstens noch eine Steigerungsmöglichkeit offen gelassen.

Der Preis für den kreativsten Weg zur Pokalübergabe dürfte dafür aber definitiv an uns gegangen sein; Phil machte seine Sache als fliegender Seebärman hervorragend. Auch die Trophäe für das tanzwütigste Team müsste eigentlich an uns gegangen sein. Von "YMCA" über "Macarena" bis zum absoluten Tageshighlight -Eckis und Stevens Einlage zu "Ai se eu te pego" über das gesamte Schwimmbecken- war alles dabei.

Wir danken den Organisatoren für einen tollen Wettkampf und die zaubärhafte Betreuung. 2013 sind wir wieder dabei!

Zum ersten Mal in der Geschichte ging es für uns nach Brandenburg zum 3. ASC Indoor-Cup. Das Teilnehmerfeld war hochklassig und interessant gestaltet. Vier Gruppen á sieben Teams versprachen viele Rennen. Vor Ort erfuhren wir dann, dass die Renn"distanz" entgegen der üblichen Länge von ca. 2,5 m hier deutlich länger war - sieben Meter mussten zurück gelegt werden um zu gewinnen. Letztes Jahr dauerte das längste Rennen hier wohl fünf Minuten, wir waren gespannt.

Das erste Rennen gegen MZV Prague war dann auch gleich eines der längsten Rennen des Tages: nach knapp 3 Minuten mussten wir dann aber die erste Niederlage einstecken. Die Prager erwiesen sich als erfahrener und fanden den Schlüssel zum Sieg schneller als wir. Mit den Erkenntnissen aus diesem Rennen stellten wir dann unsere Taktik um.

Auch das zweite Rennen mussten wir gegen ein Prager Team bestreiten, diesmal gegen die Prague Dragon. Unsere Umstellung erwies sich als erfolgreich, nach knapp 30 Sekunden war unsere Bilanz wieder ausgeglichen und wir konnten den ersten Sieg einfahren.

Die Lokalmatadoren Steel Dragon I waren im dritten Rennen unsere Gegner. Gegen den späteren Gesamtsieger schafften wir es knapp 30 Sekunden Widerstand zu leisten, mussten dann aber anerkennend die Niederlage einstecken. Um noch eine Chance auf die Premium-Klasse zu haben, mussten wir nun die verbleibenden drei Rennen alle gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen.

Im vierten Rennen gab es ein Hochschulduell: Uni Rostock vs. FH Brandenburg. Nach 25 Sekunden setzten wir uns gegen die Krossen Krabben durch. Noch zwei Siege waren erforderlich.

Rennen fünf brachte uns den dritten Sieg, diesmal gegen Dragon United, das dritte Prager Team im Wettbewerb. Wieder benötigten wir 30 Sekunden, was für die Wettkampfstrecke eine relativ schnelle Zeit war.

Im letzten Gruppenrennen gegen Steel Dragon II musste dann noch ein Sieg her. 38 Sekunden nach dem Startsignal hatten wir unseren Teil zum Einzug in die Premium-Klasse beigetragen. Da die Prague Dragons anschließend gegen MZV Prague gewannen, war der Einzug unter die besten acht Teams des Wettkampfs gesichert. Erleichterung und Freude machte sich breit, gerade nach der langen Auftaktniederlage.

Im Zwischenlauf gings gegen Parkbänker I, ungeschlagener Sieger der Gruppe A. Unter anderem wurde RVD Dragon One geschlagen, wir waren also gewarnt. Es folgte aber eine Sternstunde unserer Indoor-Geschichte und in sagenhaften 23 Sekunden schoben wir die Parkbänker nach hinten. Der Einzug ins Halbfinale und unter die besten vier Teams war somit erreicht. Damit befanden wir uns in illustrer Gesellschaft: Totenkopfbande, Steeldragon I, Justiz Dragon und wir - auf der Anzeigentafel sah das ziemlich gut aus für uns.

Im Halbfinale ging es wieder gegen Steel Dragon I. Auch diesmal zogen wir den kürzeren, schafften es aber wieder knapp 30 Sekunden gegenzuhalten. Dennoch war Steel I eine Klasse für sich, was sie im Finale gegen die Justiz Dragons auch eindrucksvoll bewiesen.

Für uns ging es im Rennen um Platz 3 noch einmal gegen einen alten Bekannten - die Totenkopfbande. In Schwerin und Stralsund schoben sie uns jeweils nach knapp sechs bis neun Sekunden aus dem Becken. Doch wir witterten unsere Chance und gingen dementsprechend motiviert ins Rennen. Zwei Minuten später war das Rennen vorbei. Sieger war zwar wieder - und das absolut verdient - die Totenkopfbande, aber die ersten 60 - 70 Sekunden bewegte sich das Boot kaum und beide Teams präsentierten sich auf Augenhöhe. Dementsprechend gut war die Stimmung dann auch nach dem Rennen bei uns. In diesem hochklassigen Teilnehmerfeld auf Rang Vier einzulaufen, hätte vorher niemand erwartet. Blieben doch solch namenhafte Teams wie RVD Dragon One oder Team Neuruppin hinter uns.

Für 2013 werden wir dieses Event auf jeden Fall fest in die Planung einbauen, es war einfach toll! Das beweist wahrscheinlich auch die Tatsache, dass wir erst so gegen 2 Uhr nachts wieder in Rostock waren. Polizeikontrolle mit fehlerhaftem Licht und unauffindbarem Warndreieck bzw. Sanikasten inklusive. Aber das war's wert.

   

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