Anmelden  

   

Suche  

   

Am vergangenen Wochenende waren wir mit einer kleinen Abteilung, gemischt aus Veteranen und relativ frischen Seebären, zu Gast im schönen Greifswald. Auf dem Plan standen 250m und die 1.350m "Ryckmeile" (es ist ja auch nur ein kleiner Fluss).
Bei dieser sehr stimmungsvollen 2-Tagesveranstaltung geht es darum, sich über drei Zeitläufe für das Finale am Sonntag zu qualifizieren. Nur die 3 Teams mit der geringsten Addition der einzelnen Laufzeiten konnten im letzten Lauf stehen, Dazu wollten wir natürlich gehören. Die Langstrecke am Samstagnachmittag, mit dem Start im Greifswalder Museumshafen, sorgte wieder für den gewissen Kick.


Das Teilnehmerfeld, bestehend aus 53 Teams, war traditionell sehr regional gefärbt und auf sportlichen Spaß ausgelegt. Mit dem Pommernexpress, dem Arabros Drachenbootteam, den Uckerdrachen, den SCN Icebreakers, den Schwarzfahrern und dem neu formierten JNT, den German Youngsters, im Sportsegment jedoch wieder gut besetzt.
Die Vorläufe gegen das Team von #ExtremUnangenehm und #SwimmingRyckscha konnten relativ einfach gewonnen werden. Bei starkem Wind und Problemen mit der Schlagfindung blieb allerdings noch Potential nach oben. Rang drei nach zwei Läufen in der Addition hinter Arabros und den Uckerdrachen.
Gegen Arabros und die Greifen-Drachen ging es dann auch auf die Langstrecke am späten Nachmitttag. Auf der Mittelbahn flankiert war uns klar, dass auf dem engen Ryck kaum eine Möglichkeit bestehen wird, um die Gegner abzuschütteln. Daher konzentrierten wir uns darauf einen sauberen Start aufs Wasser zu bringen, um vom ersten Schlag Druck auf die Gegner zu erzeugen. Das klappte auch hervorragend. Ohne unnötig Kraft zu verpulvern, fuhren wir den ersten Kilometer sehr taktisch, um auf den letzten 350m nochmal den langen Endspurt anzuziehen. Dabei konnten die #GreifenDrachen dann nicht mehr ganz Schlag halten und waren aus dem Rennen um den Laufsieg. Die #Arabros blieben jedoch dran und rutschten ca. 40m vor dem Ziel von der Welle, um zum Überholen anzusetzen. Nun wurde es hektisch. Wir hielten dagegen und der Steuermann der Greifswalder konnte den Sog nicht entgegenwirken, sodass sie in unsere Bahn einbrachen und auf der Ziellinie mit uns kollidierten. Etwas Adrenalin kann nicht schaden und die Sache war schnell geklärt...alle Beteiligten nahmen es sportlich. Bei der Siegerehrung langte es mit der Zeit von 05:45min zu Rang drei, hinter den Uckerdrachen und dem JNT, die sich in ihrem Lauf absetzten und so im freien Wasser ihr Rennen fahren konnten. Das haben die jungen Wilden toll gemacht und sich Respekt verdient. Da entsteht etwas, das für den Sport extrem wichtig ist. Junge Leute, die zielgerichtet arbeiten. Macht weiter so!
Tag 2 begann dann mit dem dritten Zeitlauf. Diesmal jedoch gegen zwei Boote und diese waren die schnellsten des Vortages. Die Uckerdrachen und Arabros mussten in Schach gehalten werden, um über die Zeit ins Finale zu kommen. Es sollte ein schneller Lauf werden, den wir hinter den Prenzlauern auf Rang 2 beendeten. Somit konnte das Ticket fürs Große Finale gelöst werden. Der letzte Lauf des Tages bedeutete eine Neuauflage des 3. Zeitrennens. Als das Startsignal ertönte, brach das Boot brutal auf die Strecke. Nach 100m war von den Uckerdrachen nichts mehr zu sehen und Arabros fiel langsam aber sicher ab. Doch das Rennen wurde abgebrochen^^ Ausfall der Zielanlage. Zu ärgerlich. Neustart und diesmal zählte es. Es wurde eine Zitterpartie. Auf der Innenbahn machten die Uckerdrachen keine Gefangenen mehr und fuhren sicher dem Gesamtsieg entgegen. Um Rang 2 jedoch wurde es eng. Das Arabros Drachenbootteam erkämpfte sich eine Führung, doch unser Endspurt rettete uns. In sprichwörtlich "letzter Sekunde" konnten wir die Führung und somit den Silberrang einfahren.

Herzlichen Glückwunsch allen Platzierten, Dank den Veranstaltern für den makellosen Ablauf und die Feier am Samstagabend. Es war ein rundum gelungenes Wochenende und wir kommen im nächsten Jahr gern wieder.
PS: Wir hatten auch eine ganze Armada an Steuerleuten im Einsatz und sind dankbar für die Wettkampfpraxis auch auf diesem Gebiet.

   
© Rostocker Seebären