Dienstag...Erster Wettkampftag! Munter und gut gestärkt reisten wir mit dem öffentlichen Bus in Richtung Tronchetto, um die 500m in Angriff zu nehmen. Dort angekommen hieß es erstmal "Lage checken" und "Warten". Der Renntag wurde vom Veranstalter mit einer halben Stunde Verspätung eingeläutet. Anscheinend konnte man auf keine belastbaren Erfahrungen am Ort der Wettkämpfe zurückgreifen, sodass die Boote in den ersten Tagesläufen auf Grund zu laufen drohten. Mit gehöriger Verspätung konnte unser Vorlauf bei "Pegelhöchststand" dann endlich an den Start gebracht werden. Mit 22 Teams stellte die Klasse "Premier-Smallboat" im Mixed den Teilnehmerrekord der Wettkämpfe auf. 

Das Rennen verlief dann außerordentlich wunschgemäß. Wir konnten uns mit Rang 1 den Hoffnungslauf ersparen und direkt ins Halbfinale einziehen, das später am Tag stattfinden sollte. Die Einsparung eines 500m-Laufes bei den örtlichen Bedingungen erschien uns zudem natürlich nicht als unbedingter Nachteil.

1. KfRG Rostocker Seebären (GER) 2:41,69
2. HongKongTeamB (HKG) 2:44,98
3. дзержинский каноэ-клуб (RUS) 2:45,56
4. ElliotDragonboat (ITA) 2:48,55
5. Venice Canoe & Dragon Boat ASD (ITA) DNS

Die Abläufe in der Orga waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufeinander abgestimmt und so summierten sich die Verzögerungen im Rennplan immer weiter auf. Wir mussten also wieder "Warten". Das eigentlich für den frühen Nachmittag geplante Halbfinale meldete irgendwann doch bereit für den Einstieg. Es ging um den ersehnten Platz im ersten Großen Finale für die Seebären bei einem internationalen Wettkampf. Auf dem Steg für das Marshalling herrschte reges Treiben bis Chaos, was nicht zur Beruhigung der Rennoffiziellen beitrug, denen die Tide buchstäblich im Nacken saß. Der Wasserstand befand sich erneut im Sinken begriffen. Wir bestiegen unser Boot mit der Direktive, uns schnell am Start einzufinden, da das Wasser flach sei. Kurzes Warmfahren und Fokus auf die Aufgabe. Das vorangegangene Halbfinale befand sich bereits auf der Strecke. Alle sechs Teams schleppten sich und das Material schwerfällig ins Ziel. Die Kleine Bw-Drachen, die in diesem Rennen auf der Bahn 1 fuhren, berichteten, tatsächlich von Grundkontakt während des Rennens. Keine guten Voraussetzung und Vorzeichen für einen knüppelharten Lauf. Dazu sollte es jedoch nicht mehr kommen. 


Noch während des Einschwimmens gab es aufgeregte Diskussionen innerhalb der Rennleitung, die sich dazu durchringen konnte, das Rennen für 30 Minuten zu unterbrechen. Ein kurzfristig einberufenes TC-Meeting verkündete schließlich den Rennabbruch. In der Folge herrschte eine Anspannung unter den Sportlern, die spürbar über dem Lager schwebte.
Was blieb jedoch übrig? Die Situation musste angenommen und in etwas Positives transformiert werden. Abends hieß es dann "Regeneration" und "Kopf frei kriegen" für den neuen Versuch am nächsten Renntag.

   
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