Für die KfRG Rostocker Seebären, die sich aus einem reinen Studententeam entwickelten, sollte diese Club-Weltmeisterschaft ein besonderer, wenn nicht sogar DER, Höhepunkt in der zehnjährigen Teamgeschichte werden. Ein Jahr akribischer Vorbereitung, unzählige Stunden im Kraftraum sowie vier Monate intensiven Trainings im Groß- und Kleinboot wurden regelrecht "abgerissen", um den Kader optimal für die gestellten Herausforderungen zu rüsten.

 

Nach dieser langen Vorbereitung war ein jeder bereit und froh, dass es Anfang September in der Hauptstadt der Region Venetien ums Ganze gehen sollte. In einer großen Seebärengruppe stießen wir aus dem geliebten Rostock, dessen Farben wir stolz vertreten, auf den Weg in Richtung Norditalien. 14 Sportler gehörten dem Auswahlkader an. Zudem begleiteten zwei gute Hand voll Unterstützer den Tross. Per Kleinbus ging es auf dem Landweg gen Süden, während der Rest der Truppe mit dem Flieger anreiste.
Nach kurzer Aklimatisierung besuchten wir am Sonntag erstmalig die Regattastrecke. Auf der Busfahrt über die lange "Brücke der Freiheit", die Venedig mit dem Festland verbindet, konnte man schon einen Blick auf erste Reihen von Bojen erhaschen. An der Strecke überzeugten wir uns dann höchstselbst vom "italienischen Stil", wenn man es wohlwollend ausdrücken will. Die Bahnen waren weder ausgerichtet noch gleich breit, die Wettkampfboote nicht einsatzbereit.

Also hieß es zunächst einmal "Warten". Nach geraumer Zeit durften wir uns dann ein Smallboat für unsere Trainingseinheit nehmen, die der Gewöhnung an die Strecke dienen sollte. Die ersten Paddelschläge gestalteten sich sehr schwer und zäh. Das Drachenboot wollte nicht aus den Puschen kommen und fuhr sich wie mit angezogener Handbremse. Anfänglich schoben wir es auf die Reisestrapazen, aber schnell wurde klar, dass es an der Strecke liegen musste. Das Wasser war flach! Einen Meter flach, um genau zu sein. Zieht man nun in Betracht, dass es sich dabei noch um den Pegelhöchststand handeln sollte, kann man schon jetzt Einiges ableiten. 


Nach dem Training nutzten wir die Zeit, um die schwimmende Stadt von der touristischen Seite auf uns wirken zu lassen, bevor wir zur ersten unserer allabendlichen Sitzung an den Bungalows der Unterkunft wieder zusammentrafen.

   
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