Am Wochenende starteten auch die KfRG Rostocker Seebären endlich in die Outdoor-Saison. Klassisch...Langstrecke. 
In diesem Jahr reisten wir nicht zur Langstrecken-DM nach Essen. Zudem war der Winter relativ lang und hart, sodass unsere Kleine Unterwarnow nicht regelmäßig befahrbar war und wir noch nicht viele Kilometer sammeln konnten. Dennoch wollten wir bei unserer Heim-Regatta über 8,5 km mit neuem Streckenverlauf und 5 Wenden gut abschneiden.

Mit den SVB OSPA-Dragons, den SVB Blue Bulls, der RG ap BP, den Wakenitz Drachen, SVB The Black Sheeps und den Schiffsversenkern war das Teilnehmerfeld überschaubar. Dennoch war richtig Leben auf dem Vereinsgelände, da Kanufreunde und Rostocker Kanu Club e.V. auch das "Blaue Band der Warnow" ausrichteten, sodass sparten- und generationenübergreifend Wassersport bei allerbestem Wetter getrieben werden konnte.

Im ersten Block sollten wir es nach Massenstart auf der guten alten Rostocker Regattastrecke mit den Bulls und den OSPAs vom SV Breitling e.V. Rostock sowie den Lübeckern zu tun bekommen. Mit etwas zeitlichem Versatz folgten dann die restlichen Teams. 
Der Start zündete dann auch ganz ordentlich und wir mussten uns gleich wieder an die Bulls rankämpfen, die versuchten auf der etwas kürzeren Innenbahn zu entwischen. Das gelang ihnen jedoch nicht und auch die OSPAs stellten wieder Kontakt her, während die Wakenitz Drachen abreißen lassen mussten und fortan ihr eigenes Rennen fuhren. Unter den führenden Teams entwickelte sich dann ein packender Dreikampf und bis zur ersten Wende wurde noch kein Risiko eingegangen. Das Kampfgericht zeigte sich präsent und unterwies die Steuerleute in Sachen "Vorfahrt in der Wende". Das klappte, nach unserer Ansicht, sehr gut und wir nutzen die Erste, um uns etwas Luft auf die OSPAS zu verschaffen und näher an die Bulls zu kommen, die Vorfahrt hatten. Kurz nach Wende zwei gingen wir dann in Führung, jedoch ohne uns absetzen zu können, was die OSPAs für sich nutzten und sich von hinten an die Streithähne schoben. Wieder flogen wir im Dreierpack in die Dritte Wende. OSPA nun jedoch auf der Innenbahn und somit krempelten sie das Feld innerhalb einer Kehre um. Die Bulls hatten das Nachsehen und aus einem Drei- wurde ein Zweikampf, der mit allen taktischen Mitteln geführt wurde. Die Steuerleute schenkten sich nichts, doch konnten wir nicht entscheidend aufkommen. Im aufgewirbelten Fahrwasser der Langstrecken-Routiniers standen die Chancen schlecht. Jeder Ausfall nach links und rechts wurde postwendend gekontert und für einen Husarenritt über 2-3km fehlte die Kraft und die Härte. So raste Strecke um Strecke dahin. Auf der langen Zielgerade versuchten wir nochmals mit einem Ausfall nach links dem Fahrwasser zu entkommen und aufzuschließen, jedoch hielten unsere Gegner eisern dagegen und waren, wie sie später verrieten, glücklich, den Kampf für sich entschieden und unserer Hartnäckigkeit getrotzt zu haben.

Wie die anderen Boote das Rennen erlebt haben können wir nicht beurteilen. Wir sind mit dem Ergebnis und einer Zeit von 40:19,08 Minuten, vor allem aber mit dem Rennverlauf, der alles aufbot, was die Langstrecken so reizvoll macht, hochzufrieden. Rang 2 ist am Ende gerecht und die Saison bei einer wunderbaren Veranstaltung absolut im Bereich des Erhofften.

Glückwunsch an alle Platzierten. Das "Blaue Band der Warnow" war eine große Bereicherung für die Veranstaltung.

 

   
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